Der Friede vom Bischofskreuz

Im Jahr 1299 hatten Freiburger den belagernden Bischof von Straßburg getötet. Zentraler Punkt war eine Reichsacht, sowie die Lösung daraus. Das Bischofskreuz in Betzenhausen ist ein Sühnekreuz für den getöteten Bischof. An dieses für Freiburg so wichtige Ereignis vor 700 Jahren erinnerte der KuGe auf verschiedene Weise mit Festakt, Broschüre und Veranstaltungszyklus.

 

Hintergründe zum Geschehen im Jahr 1299/1300 beschreibt ausführlich die Dokumentation  Der Frieden vom Bischofskreuz (PDF), die Dr. Franz Flamm im Jahr 1996 veröffentlicht hat.


Aus dem Vorwort des Herausgebers (Freiburg, Sept. 1996)

 

Mitten im Wohngebiet im Freiburger Westen steht in einer kleinen Nische ein stark verwittertes Bundsandsteinkreuz. Die Geschichte um dieses, häufig übersehene, sog. Bischofskreuz beschreibt diese Buch.


Es handelt sich jedoch nicht um die Erzählung einer mittelalterlichen Anekdote, die höchstens lokale Neugier und Interesse erweckt. Hier wird berichtet von weltpolitischen Verwicklungen der damaligen Zeit. Es ist die Zeit des Aufstrebens der Habsburger, die Zeit der Städte und die Zeit der Zünfte. Und das Allerwichtigste, in diesem Buch wird berichtet, wie ein Machtkonflikt nicht mehr durch Fehde, Krieg und Mord gelöst wird, sondern daß durch Vermittlung eine friedliche Verhandlungslösung gefunden wird. Es zählt nicht mehr die Gewalt, das Recht bringt Frieden und Gerechtigkeit!


Das Geschehen beim Dorf Betzenhausen stellt eines der ältesten öffentlichen Sühneverfahren
im deutschen Raum dar.

 

Die Broschüre ist die Abschrift eines maschinengeschriebenen Manuskripts, das nur einen Auszug eines weit umfangreicheren Werkes über die Geschichte am Bischofskreuz darstellt. Dieses Werk harrt noch seiner Veröffentlichung.


Herr Dr. Flamm schenkte die Manuskripte der Pfarrgemeinde St. Albert anläßlich des Neujahrempfangs 1996.

 

Es war nun das Ziel, diese Arbeit möglichst schnell einer interessierten Leserschaft nahezubringen. Es wurde deshalb auch auf eine Ausgestaltung des Orginals verzichtet, Diktion und Schriftbild wurden weitestgehend erhalten. Das Bildmaterial mußte leider gekürzt werden. Das Literaturverzeichnis konnte aus Zeitmangel nicht vollständig vereinheitlicht und verifiziert werden. Eine endgültige Überarbeitung soll erst bei der geplanten Herausgabe des gesamten Werkes erfolgen.

 

Ich glaube nicht, daß der jetzige Zustand einen Mangel darstellt. Man sieht hier den Weg des Manuskripts in seiner Entstehung, die Arbeit und den Gedankengang, der das Tun beseelte. Das Büchlein ist ein lebendiges Zeugnis für das Wissen und Denken des Verfassers. Es zeigt beispielhaft, daß nur Recht und Gerechtigkeit für Frieden sorgen können.


Das vorliegende Werk wurde nach bestem Können erstellt, für Rechtschreibe-, Grammatik- oder sonstige formale Fehler trage ich die Verantwortung.